In großer Aufmachung berichtete der „Schwarzwälder Bote“ über das soeben angelaufene Projekt „Zeitung in der Schule“. Dabei kooperiert das SGT mit dem Oberndorfer Medienhaus. Vier Wochen lang werden sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a intensiv mit dem Medium Zeitung beschäftigen. Der folgende Artikel stammt aus der Feder von „Schwabo“-Mitarbeiter Marc Eich und wurde sowohl in der Print-Ausgabe als auch online veröffentlicht.
zisch schwabo2016
Schwarzwald-Baar-Kreis. „Die Schüler freuen sich richtig auf die Zeitung und holen sie morgens auch gleich, wenn sie in die Schule kommen.“ Für Gemeinschaftskundelehrerin Meike Stommer könnte das Projekt „Zeitung in der Schule“ (kurz: „ZiSch“) des Schwarzwälder Boten zusammen mit der Sparkasse Schwarzwald-Baar kaum besser laufen. Nicht nur, dass sich die 24 Zehntklässler aus Triberg für das Printmedium begeistern lassen, der Schwarzwälder Bote ist für sie auch gleichzeitig die perfekte Unterrichtsergänzung, wie sie verrät.
„Wir haben den Wahlkampf in den USA behandelt und Demokratie sowie Politik in Deutschland als Thema – dank der Zeitung kann ich den Schülern alles anhand eines aktuellen Beispiels erklären“, so Stommer im Gespräch mit Julia Bronner von der Projektkoordination Leserförderung des Schwarzwälder Boten, die zum Auftakt nach Triberg gekommen war. Kein Wunder also, dass sich die Schüler gestern gleich zu Beginn des Frühstücks das aktuelle Blatt schnappten, sich die Berichterstattung über den Wahlausgang in den Vereinigten Staaten aufmerksam zu Gemüte führten und zugleich mit Rückfragen auf die Lehrer zukamen.
Auch Schulleiter Oliver Kiefer, der als Deutschlehrer das Projekt begleitet, zeigt sich angetan davon, die Tageszeitung in den Unterricht zu integrieren. „Der Schwarzwälder Bote ist mit seinem breiten Angebot – im Gegensatz zu Wochenzeitungen – für ein solches Projekt ideal“, freut sich Kiefer über die Möglichkeit, die der Schule geboten wird. Er sieht „ZiSch“ zudem als Bestandteil des Bildungsauftrags: „Schließlich soll der Meinungspluralismus sichergestellt werden.“ Die Tageszeitung sei aus Sicht von Gemeinschaftskundelehrerin Meike Stommer darüber hinaus wichtig, um ein „kritisches Medienbewusstsein“ zu entwickeln: „Viele Sachen die im Internet stehen, stimmen einfach nicht.“ Und genau deshalb wollten die Schüler es nach dem Frühstück ganz genau wissen, und löcherten die Gäste des Schwarzwälder Boten mit vielen Fragen rund um die Zeitungsarbeit und die Informationsbeschaffung.
Im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis bekommen nun vier Wochen lang 19 Klassen mit insgesamt rund 370 Schülern den Schwarzwälder Boten in die Schule geliefert. Begleitend dazu gibt es von der Agentur Promedia Wolff umfangreiches Unterrichtsmaterial für die Schulstunden. Auch Besuche des Druckzentrums auf Herdenen zwischen Villingen und Schwenningen, wo der Schwarzwälder Bote gedruckt wird, gehören dazu.
Neben der umfangreichen Auseinandersetzung mit der Tageszeitung schlüpfen die Schüler selber in die Rolle des Reporters, lernen zu recherchieren, Zeitungsartikel zu schreiben und auch die Bildsprache bewusst einzusetzen. Ihre Berichte und Bilder veröffentlicht der Schwarzwälder Bote dann in loser Folge auf gesonderten Seiten.
Hierbei werden den „ZiSch“-Teilnehmern von der Sparkasse Schwarzwald-Baar interessante Recherche-Themen an die Hand gegeben, die in den kommenden Wochen in erste eigene Zeitungsartikel münden können. Dabei geht es um Falschgeld, die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar, deren soziales Engagement, die vielfältigen Möglichkeiten der Sparkassen-App sowie das Planspiel Börse, dem beliebten Schülerwettbewerb der Sparkasse, der hilft die Zusammenhänge des Marktes zu verstehen.
Für die Schüler im Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es dieses Jahr also wieder viele Möglichkeiten, nicht nur die Zeitung intensiv kennenzulernen, sondern auch selbst kreativ zu werden, um die Seiten mit Leben zu füllen.