Nach einer mehr oder weniger erholsamen Bus- und anschließender kurzer Metrofahrt aufgrund Einreiseschwierigkeiten trugen wir dann unser Gepäck vom Bahnhof Termini ins nahe gelegene Ein-Stern Hotel. In diesem hielten wir uns während der sieben Tage aber sowieso kaum auf, schließlich gab es genug zu erkunden. Dank der guten Organisation von Frau Fecker-Braun hatten wir am Ende auch so ziemlich alles Sehenswerte der Stadt gesehen. Einen Reiseführer brauchten wir auch keinen, da unsere Religionslehrerin wirklich auf jede Frage eine Antwort hatte.
Und so hieß es dann für uns jeden Tag von ca. 9 bis 15 Uhr mit Metro, Bussen und vor allem zu Fuß Rom zu erkunden. Das Wetter war durchgehend schön und sonnig, für lange Großstadtwanderungen bisweilen aber schon zu heiß. Gebräunt waren wir am Ende alle, wenn auch sehr ungleichmäßig.
Beeindruckend waren dabei vor allem die vielen unterschiedlichen Aspekte dieser Großstadt. Dies zeigte sich beispielsweise auch in zwei Stadteilen, die wir erkundet hatten: Dem älteste Viertel Trastevere mit seinen engen und verwinkelten Gassen steht somit das Viertel EUR gegenüber, bestehend aus riesigen geplanten Gebäuden, die vor 70 Jahren für eine Weltausstellung gebaut wurden. Kontraste gibt es viele und trotzdem hat Rom einen eigenen bestimmten Charme, den keine andere Stadt hat.
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Dies liegt auch an den überall vorzufindenden Ruinen aus der Römerzeit. Das Kolosseum, die Thermen oder die Hafenstadt Ostia Antica zeigen eindrucksvoll das Leben vor Zweitausend Jahren. Zwar stehen oft nur noch einzelne Mauern, aber gerade die Fläche des Zirkus Maximus oder die Größe des Kolosseums ist heute immer noch beeindruckend.
Nicht zu vergessen sind natürlich die unzähligen Kirchen, die wir besichtigt haben. Diese sind in Rom immer kunstvoll verziert, vor allem die vier Papstbasiliken mit ihrer imposanten Größe, allen voran der Petersdom. Der Besuch des Vatikans war eines der Highlights unserer Reise, leider war Papst Benedikt XVI zur Zeit nicht in Rom. Trotzdem war es faszinierend, zum ersten Mal den berühmten Petersplatz zu betreten, den man zuvor nur von Bildern und Videos kannte. Aufregend war das besteigen der Kuppel des Petersdoms, nach den 530 teilweise sehr engen und krummen Stufen konnten wir Rom in vollem Ausmaß betrachten.
Alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, dafür hat Rom einfach zu viele Plätze, Museen, Brunnen, Skulpturen, Bauwerke und sonstigen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Alle bringen aber einen gewissen Wow-Effekt mit sich, vor allem, wenn man kurz darauf im Kino Tom Hanks an genau den gleichen Orten, wo man wenige Tage zuvor war, um sein Leben rennen sieht.
Neben diesem hatte unser Ausflug aber noch viel mehr zu bieten. Hervorzuheben sind vor allem die Pasta und Pizza in den vielen Restaurants oder die riesigen Portionen italienischen Eises. Selbst die McDonald’s-Filiale neben der Spanischen Treppe ist mit Marmor verkleidet. Aufpassen mussten wir nur vor versteckten Preisen, aber mit ein paar Tipps hatten wir schon bald unsere Stammpizzerien.
Wenn das Programm zu Ende war, war für gewöhnlich erst mal etwas Ruhe angesagt, da wir in der Nacht zuvor nicht wirklich viel Schlaf hatten. Nach kurzer Erholungszeit im Hotel oder einem der Parks stürzten wir uns aber dann ins Nachtleben, welches in Rom vor allem auf der Straße stattfindet. Auf den Plätzen dort sprudelte das Leben, und vor allem auf der Spanischen Treppe trafen sich die Jugendlichen um dort zu feiern. So sorgten auch wir dort mit Megaphon und Gesängen für gute Stimmung bei den Italienern, Österreichern und Holländern, die um uns herum saßen.
Auf jeden Fall sollte zum Schluss aber noch der Verkehr in Rom erwähnt werden. Dieser wird uns lange im Gedächtnis bleiben, zum einen aufgrund der
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beiden stets überfüllten U-Bahnlinien, als auch wegen der Busse, die keinen festen Fahrplan haben, sondern einfach mal so auftauchen. Diese quetschten sich dann durch das Verkehrssystem, dessen einzige Regel anscheinend „hupen und weiterfahren“ ist. Anfangs etwas überfordert, passten wir uns schon bald diesem System an. So schlängelten wir uns todesmutig durch das Chaos und fühlten uns schon nach kurzer Zeit fast wie zuhause.
Bedanken möchten wir uns hier noch einmal unseren Begleitlehrern Frau Fecker-Braun, Herr Allgeier und Frau Klein. Erst durch ihren freundlichen und lockeren Umgangston und die vielen Freiheiten, die sie uns gewährten, wurde unser Ausflug zu dem, was er war.
Die Stadt Rom können wir mit gutem Gewissen jeder weiteren zwölften Klasse, die auf der Suche nach einem Ziel für ihre Studienfahrt ist, weiterempfehlen.